1. Jahr

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Carado T 135 (Modell 2011) – Ein „Testbericht“

 

 

 

Ein halbes Jahr, mit zwei Urlauben und drei Wochenende erlauben uns einen vorläufigen „Testbericht“ über unseren Wombel zu schreiben. (Natürlich hat unser Wohnmobil einen Namen – es gehört ja quasi zur Familie)

WombelFahreigenschaften:

Zwei tiefe, zur Tarnung mit Wasser gefüllte, schottische Schlaglöcher mit Aufsetzen hat er uns verziehen, ohne auch nur die kleinste Schramme davon zu tragen. Auch das Herabrollen von den Auffahrkeilen, obwohl die Heckstützen noch nicht eingefahren waren, hat er uns nicht übel genommen. Wo wir gerade dabei sind: Muss man mit den Vorderrädern auf die Auffahrkeile, damit man gerade steht, lassen sich die Stützen nur noch gerade herunterfahren, wenn man kleine Löcher darunter gräbt. Und fast überall müssen wir mit den Vorderrädern auf die Keile. Der Dieselverbrauch liegt jetzt nach ca. 7000 Km bei 9,0 Liter. Auf schottischen Landstraßen. Autobahnen eingeschlossen verbraucht unser WoMo laut eingebautem Bordcomputer 10,2 Liter.
Überholende oder im Stand vorbeifahrende Autos quittiert der Aufbau mit einem merkbaren Schaukeln. Dass so ein großes Auto Seitenwind empfindlich ist, muss nicht weiter erwähnt werden.
Leider musste unser Wombel vorne rechts auch schon mit einem deutschen Begrenzungspfahl Bekanntschaft machen. Aber auch hier zeigte er sich von seiner besten Seite und wir konnten den kleinen schwarzen Streifen einfach abwischen, ohne das eine Beule im Kunststoff zurück blieb.

 

 

 

 

Der Fiat Ducato lässt auch groß gewachsene Fahrerinnen und Fahrer noch gut durch die Frontscheibe blicken und dank des höhenverstellbaren Lenkrades und Fahrersitzes auch die Instrumententafel gut erkennen. Bei normaler Reisegeschwindigkeit kann man sich gut unterhalten. Der Beifahrersitz ist nicht höhenverstellbar und lässt kleinere Leute mit den kurzen Beinen in der Luft baumeln.
Die preiswertere Ausstattung des Carado merkt man auch an der Qualität der Schonbezüge. Dekostoff Valencia zeigt bereits jetzt Abnutzungsspuren.

 

 

 

Leider musste unser Wombel vorne rechts auch schon mit einem deutschen Begrenzungspfahl Bekanntschaft machen. Aber auch hier zeigte er sich von seiner besten Seite und wir konnten den kleinen schwarzen Streifen einfach abwischen, ohne das eine Beule im Kunststoff zurück blieb.

 

 

 

 

Unsere Wohlfühlkabine:

Der erste Winterurlaub zeigte schonungslos, dass die Truma Heizung anfällig ist. Nicht wie vom Fachmann erwartet die Platine, sondern der Motor war defekt. Nachteilig erwies sich dabei, das die Heizung so eingebaut ist, dass das halbe Wohnmobil auseinandergenommen werden muss, um an den Motor zu kommen. Die Erfahrung der defekten Heizung machten wir bereits im Vorjahr bei einem gemieteten, baugleichen Vorläufermodell. Das Heizungsthermostat ist so angebracht, das wir es ständig verstellen, ohne es zu wollen.
Die Aufleger für die Regalbretter in den Schränken sind mit zu kurzen Nägeln befestigt und brechen aus. Durch verschiedenste schottische Stürme getestet mussten wir leider feststellen, dass bei heftigem Regen, Aufgrund der Anbringung der Markise, Wasser an der Tür herunter läuft und Wasser sich unten im Türrahmen sammelt. Die Türschließung hat auch bereits zwei kleine Löcher in die Dichtung gescheuert. Die Stauräume sind reichlich vorhanden und großzügig bemessen. Das französische Bett bietet den nötigen Schlafkomfort für zwei Personen und die serienmäßige Matratze ist von angenehmer Härte.

 

 

 

 

 

 

Positiv ist auch, dass in der Küche eine größere Arbeitsfläche entstanden ist, weil man im Vergleich zum Vorgängermodell die Schränke anders angeordnet hat.
Der dreiflammige Herd und die große Spüle sind erhalten geblieben. Der Kühlschrank und das Gefrierfach haben genügend Nutzinhalt. Dank des Panoramafensters in der T-Haube sind wir kaum auf die vielen Lichtquellen angewiesen. Ein 12-Volt Anschluss und drei Steckdosen sollten eigentlich für alle Zwecke reichen, wobei eine Steckdose unter dem Tisch ungünstig angebracht ist.

 

 

 

 

 

 

Die Nasszelle
Ein Luxusbadezimmer zu unserer vollsten Zufriedenheit - sagt die Frau! Hervorzuheben sind die beiden Duschtüren. Diese sind aus stabilen Kunststoff gefertigt und schließen die Dusche beim Duschen durch Magneten nach vorne ab. Die Toilette lässt sich in alle Richtungen drehen. Für korpulente Reisende könnte es trotzdem etwas eng werden.

 

 

 

Der Gasflaschenkasten
Die Gasanlage wird ohne Secumotion ausgeliefert. Die Nachrüstung kostete uns ca. 150,- Euro. Wobei wir die einfache Ausführung gewählt haben, da zum Wechsel der hinteren Flasche die vordere auch herausgenommen werden muss. Für den Monteur in der Werkstatt war es recht schwierig, die Secumotion einzubauen und es bleibt erst mal ungeklärt, ob die DuoComfort-Anlage überhaupt in den Kasten hätte eingebaut werden können. Die Gasflaschen bekommt man zwar mit Flaschendeckel in den Kasten, aber auch dabei wird es ziemlich eng und es geht deutlich besser , wenn man die Deckel abnimmt.

 

 

 

Der Keller
Nach einigem Hin- und Herpacken haben wir die sicherste Packmethode gefunden.
Platz ist reichlich vorhanden und es lässt sich sogar eine Skiausrüstung oder ein Kanu verstauen. Die Räder müssen allerdings auf einen Fahrradträger, den wir ja auch eingeplant und bekommen haben. Mit allem Zick und Zack, Vorräten und Garderobe für drei Wochen, vollem Wasser- und Dieseltank sowie 2 Gasflaschen und zwei Passagieren haben wir immer noch eine mögliche Zuladung von ca. 250 Kilo!

 

 

 

Fazit:
Trotz einiger Kritikpunkte geben wir unseren Wombel nicht mehr her.

 

 

 

 

Testbericht 2. Jahr