2. Jahr

strassenszene

 

Ein halbes Jahr später:

Wie wir bereits beschrieben haben, haben sich die Auflieger an zwei Regalbrettern gelöst. Ein - zweimal haben wir die Nägel einfach wieder in die Seitenwände gedrückt. Wenn man nicht so schwere Dinge darauf gestellt hat, hielt es für eine Weile. Aber irgendwann haben wir doch ein paar Löcher gebohrt und ordentliche Schrauben durchgedreht. Gott sei dank war es an Stellen, wo man es nicht sieht.

Neben dieser unbedingt notwendigen Reparatur habe ich auch noch ein paar kleine, nützliche Veränderungen vorgenommen.

 

Als erstes habe ich an der Schublade für das Besteck unter der Spüle einen kleinen Schutz angebracht, damit die Kellen und was da sonst noch Platz findet, nicht hinter den Schrank fallen kann. Ich habe dafür einfach eine alte Tischauflage auf die größtmöglichen Maße zugeschnitten (mit Aussparung für den Abfluss der Spüle) und mit Schrauben an der Schublade befestigt. Die Löcher für die Schrauben waren schon vorhanden!? Allerdings war das Kind da schon in den Brunnen gefallen. Und ich durfte die halbe Küche auseinander nehmen, um den Pfannenheber wieder aus der Gefangenschaft zwischen Außenwand und Küchenaufbau zu befreien.

 

Als nächstes wurden dann erst mal zwei Aufhänger an der hinteren Duschwand angeklebt. Die zusätzlichen Aufhänger, die wir an der Toilettentür und der Kleiderschranktür ohne Kleben befestigt hatten, reichten immer noch nicht und waren bei nassen Klamotten nicht zu gebrauchen.

 

 

 

Im "Keller" habe ich dann über die Vertiefung zwei Bretter gelegt. Dadurch bekamen wir mehr Möglichkeiten, Sachen zu verstauen. Die Bretter aus extra leichtem Holz habe ich mir beim Holzfachhandel für ein paar Euro gekauft und zuschneiden lassen. In der Vertiefung, die über die gesamte Breite des Wagens geht, standen schon vorher zwei Rollkisten, wie sie eigentlich unter ein Bett gehören. Die hintere hat ein Band, damit man sie nach vorne ziehen kann. Natürlich sind da nur Gegenstände drin, die man nicht so oft braucht, da man ja die vordere erst heraus nehmen muss.

 

Eine ganz prima Idee war es dann, an das Lattenrost vom Bett Filzgleiter zu kleben. Ja, ganz normale Filzgleiter wie sie unter Stuhl- oder Tischbeine sollen. Überall da, wo Holz auf Holz stößt, kamen ein oder sogar zwei Gleiter hin. Von da an knarrte das Bett nicht mehr. Was der Nachtruhe sehr entgegen kam. Ein weiterer Filzgleiter hatte vorher schon seinen Platz zwischen Fliegengitter und Aufbautür bekommen. Da es an dieser Stelle immer klapperte. Es störte zwar nicht so sehr, ist aber ohne Klappern trotzdem angenehmer.

 

Den Rückspiegel, der ohne Funktion ist, habe ich uns zu einem Halter für das Navigationsgerät umfunktioniert. Auf den Spiegel selber habe ich mit Power-Strips ein schwarzes Moosgummi geklebt, auf dem ich dann mit Kabelbindern die Halterung für das Nokia Handy mit Navigationssoftware befestigt habe.

 

Und dann waren da noch die kurzen Beine meiner Frau. Dieses Problem lösten wir ganz einfach durch ein hartes Körnerkissen (7,99 Euro), das wir in einer Plastiktüte verpackten, damit es sauber und trocken bleibt. Wir legten es vor den Beifahrersitz und Maria stellt ihre Füsse darauf.

Der Bordcomputer meint seit geraumer Zeit, das wir nun, nach circa 12.000 Kilometern einen Dieselverbrauch von 9,7 Liter haben.

Auch vom Händler gibt es nach einem Jahr noch neues zu vermelden. Er hat uns zwar zum Caravan Salon nach Düsseldorf eingeladen. Er hielt es aber nicht für notwendig, uns daran zu erinnern, dass die Dichtigkeitsprüfung und die Jahres-Inspektion fällig sind.

 

 

Testbericht 3. Jahr