3. Jahr

strassenszene

 

Mittlerweile ist eine ganze Zeit verstrichen und es gibt wieder etwas über unseren Wombel zu berichten.

Zunächst einmal haben wir vergessen zu erzählen, das wir schon am Tag der Übergabe und der Fahrt nach Hause Zugluft im Fahrerhaus bemerkt haben. Das kannten wir ebenfalls schon vom baugleichen Leihfahrzeug. Damit sind wir dann zum Fiat-Händler vor Ort und der wusste auch gleich, das die Ursache in der Fabrikation liegt und hat den Fehler behoben. Die Kosten dafür trägt Fiat.

Der Carado T 135 ist so gebaut, dass er vorne etwas tiefer liegt. Somit muss er auf geraden Stellplätzen immer auf Auffahrkeile. Ist der Platz an sich schon vorne abschüssig, hat man also generell Probleme gerade zu stehen. Die Auffahrkeile sind dann meist nicht hoch genug.
Und weil wir so oft auf die Keile müssen, habe ich die Heckstützen umgebaut.
Denn oft konnte man sie nicht ausfahren, weil sie zu lang waren. 

Wenn man die Stützen abbaut und jeweils auf der anderen Seite wieder anbringt lassen sie sich wegen der vorgebohrten Löcher etwas höher wieder anbringen. Dafür musste ich dann aber auch auf der Fahrerseite eine Halterung für Kabel zurecht schneiden, weil sie im Weg war. Dadurch sind die Stützen nun wiederum etwas zu kurz, wenn der Standplatz es ausnahmsweise mal zulässt, dass man ohne Keile gerade steht. Daher habe ich mir zwei kleine Vierkanthölzer mit verschieden langen Seiten und gekaufte Unterlegplatten ins Wohnmobil gelegt. Jetzt sind wir für alle Fälle gerüstet. Nebenbei sei noch angemerkt, dass es bei weichem Untergrund oft sinnvoll ist nach einiger Zeit die Stützen noch mal nachzuziehen.

 

 
Eigentlich wollte ich den Rückspiegel, der ohne jeden Sinn ist, abbauen. Aber er war so fest angebracht, dass ich Angst hatte ihn abzubrechen. So haben wir ihn eine ganze Weile als Halterung für das Navi genutzt. Beim Trockenwischen der Frontscheibe von innen (Schwitzwasser) bin ich dann irgendwann mit der Schulter an den Spiegel gestoßen und habe ihn mit Halterung abgebrochen. Dabei ist auch ein Stück des Glases aus der Windschutzscheibe gebrochen. Diese musste daraufhin ausgetauscht werden. Seitdem bleibt der Spiegel zu Hause. Denn ich bin immer wieder mal beim Putzen an den Spiegel gestoßen und das hätte ja wieder einmal eine Scheibe kosten können.

 

Und wie es eigentlich nicht anders sein kann, zeigt kurz nach Ablauf der Garantiezeit und einem Tachostand von ca. 22000 KM eine Kontrolllampe an, dass wir Wasser im Kraftstofffilter haben. Beim ersten Mal nur ein kurzes Aufflackern. Dann etwas länger – aber nur bis ich auf einen Rastplatz fahren kann. Da geht sie wieder aus und natürlich kann ich jetzt gar nicht mehr nachschauen, was das denn wohl für ein Lämpchen ist. Das Spielchen geht so noch zwei drei Mal, auch mit mehreren Tagen Pause. Dann aber bleibt die Lampe an und ein Besuch in der Werkstatt ist fällig.
Hier kann man trotz aller Computer gar nicht feststellen, was es denn nun für ein Fehler ist. Denn nachdem der Kraftstofffilter gereinigt ist, ist das Lämpchen immer noch an. Und weil die Werkstatt gerade und zufällig am nächsten Tag ein ähnliches Wohnmobilmodell zur Inspektion hat, kann man dort den Kraftstofffilter ausbauen und bei mir testen. Und siehe da, das Lämpchen ist aus. Heißt am Ende für uns, dass wir einen komplett neuen Kraftstofffilter einbauen lassen müssen, da die defekte Sonde alleine nicht ausgetauscht werden kann. Kostete ca. 270,- Euro. Im Übrigen war auch nur sehr wenig Wasser im Kraftstofffilter. Eigentlich hätte dieser Fehler jetzt noch gar nicht auftauchen sollen. Das kommt sonst frühestens nach 60.000 KM vor.
Leider wollen weder die Werkstatt noch Fiat diesen Fehler auf Kulanz regeln.

Was dann zumindest für mich auch der letzte ausschlaggebende Punkt war um mich nach einer anderen Werkstatt umzuschauen. Denn diese hatte es bei allen Besuchen zum Radwechsel jeweils im Frühling und Herbst und bei den Inspektionen nicht  geschafft, reklamationsfrei zu arbeiten. Und selbst beim sechsten Mal, als ich dies mal erwähnt habe, hat es keine Entschuldigung gegeben.
In der neuen Werkstatt habe ich dann bei der Anmeldung zum TÜV auch noch erfahren, dass die letzte Inspektion gar nicht hätte gemacht werden müssen. Das ist im Wartungsrhythmus gar nicht vorgesehen.

Der Wombel ist nach drei Jahren problemlos mit einem Kilometerstand von ca. 30000 KM über den TÜV gekommen.

Bei diesem Werkstattbesuch haben die Handwerker auch gleich den Fahrersitz wieder fester angeschraubt, er hatte ein wenig gewackelt und nicht fest eingerastet.
Auch die Dichtigkeitsprüfungen waren bisher immer ohne Beanstandung. 
Neuerdings kann man die Wohnraumtür nicht mehr ins Schloss werfen. Man muss die Tür langsam zudrücken. Macht den Eindruck, als ob die Tür schief wäre, oder Schrauben sich gelöst haben. Man kann aber nichts dergleichen erkennen. Da muss bei Gelegenheit wohl mal wieder die Werkstatt einen Blick drauf werfen.
Der Dieselverbrauch lag im letzten Winter bei 9,6 Liter laut Bordcomputer.
Im letzten Winter haben wir mal die Wohnraumbatterie getestet. Sie hält locker drei Tage. Allerdings haben wir keinen Fernseher an Bord.

Auf all unseren Fahrten bereiten wir pro Tag zwei Mahlzeiten an Bord zu. Schon bei unserem geliebten englischen Frühstück wird gebrutzelt und gebraten. Aber bis jetzt haben wir noch nicht festgestellt, dass der Wombel nach kaltem Fett riecht. Im Gegenteil, wir finden, er riecht immer noch neu!
Das wir uns vor 3 ½ Jahren für das kleine Modell T135 entschieden haben, haben wir noch keinen Tag bereut. Der Platz ist ausreichend, dass wir zwei uns gut im Wohnraum bewegen können. Das Bett hat eine harte Matratze, auf der wir gerne und bequem liegen und das Bad ist einfach Luxus! Weder stehen die Füsse beim Waschen, noch beim Toilettengang in der Duschwanne, noch muss Man(n) beim Duschen den Kopf einziehen.
Wir bringen in den vorhandenen Schränken Bekleidung für einen dreiwöchigen Urlaub unter und haben immer noch reichlich Platz für Lebensmittelvorräte und andere notwendige Kleinigkeiten wie Lesestoff und unser unverzichtbares Scrabblespiel.
Wir gehören eindeutig zur Spezies der Womo sapiens und sind wombelsüchtig!