Tipps für Anfänger

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Tipps für Anfänger

Sie fangen gerade erst an, Streichholzschachteln zu sammeln?
Dann möchte ich Ihnen hier gerne ein paar Tipps zum Aufbau geben. Und wer weiß, vielleicht finden auch erfahrene Sammler hier noch einen nützlichen Hinweis.


Was sammeln?

Aus Platzgründen ist es eher selten, dass ganze Schachteln gesammelt werden. Viele Phillumenisten sammeln nur Plastikschachteln, alte Schachteln, bei denen die Gefahr besteht, dass das Etikett beim Ablösen beschädigt wird oder Schachteln mit besonderen Formen als ganze Schachtel.


Wie ablösen?


Die meisten Sammler lösen die Etiketten von den Schachteln, ähnlich wie Briefmarken, ab. Nachdem man den Schachteldeckel mit dem Etikett abgeschnitten hat, legt man diese in warmes Wasser, das nicht heißer als 45° C sein sollte, damit die Etiketten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.  Man erleichtert sich diese knifflige Arbeit etwas indem man dem Wasser einen Spritzer Spülmittel hinzufügt. Mit etwas Essig und Salz im Wasser bleiben die Farben erhalten.
Eine Zeit lang wurden Schachteln mit roten Streifen links und rechts neben bzw. unter dem Etikett hergestellt. Vorsicht! Diese Streifen sind wasserlöslich und verfärben andere Etiketten, wenn man diese im Wasser  übereinander legt.
Wenn die Etiketten eine Weile im Wasser gelegen haben, lösen sie sich oft selbstständig von der Pappe. Anschließend trocknet man sie zwischen Löschblättern, die man ordentlich beschwert, damit die Etiketten schön glatt bleiben. Im Briefmarkenhandel gibt es spezielle Trockenbücher.


Wie einsortieren?

Die Etiketten kann man z.B. in Briefmarkenalben sammeln oder auf DIN A 4 Seiten mit Klebefalzen aufkleben. Das empfiehlt sich etwa bei Serien, denn es ermöglicht es, auf einen Blick die Unterschiede und die Vollständigkeit zu prüfen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland schon einige Vordruckalben für Streichholzschachtel-etiketten. In anderen Ländern sind diese schon länger bekannt. Diese Seiten werden dann in Klarsichthüllen und Ordnern verwahrt.
Klebefalzen sind  eine Anleihe aus der Philatelie und daher im Briefmarkengeschäft erhältlich.  Etwas einfacher ist es natürlich statt dessen einen Alleskleber zu verwenden.
Aber Achtung: Diese sind in der Regel nicht wasserlöslich und wenn man das Etikett wieder von der Seite entfernen möchte, wird es oft beschädigt. Zur Not kann man noch einen Gummikleber verwenden. So aufgeklebte Etiketten lassen sich von der Unterlage lösen, haben aber meist einen Leimrest auf der Rückseite und können daher an anderen Etiketten kleben.

Skiletts oder Rundumpappen

Seit vielen Jahren schon gibt es kaum noch neue Schachteln mit Etiketten. Der Druck erfolgt direkt auf der Schachtel, man nennt sie Skilett oder Rundumpappe. Diese werden an der Falz (Klebestelle) vorsichtig getrennt und als ganzes gesammelt. Früher hat der ein oder andere Sammler die hinteren Pappschichten abgezogen, damit diese Rundumpappen dünner werden und nicht so viel Platz wegnehmen. Das ist mittlerweile verpönt. Ebenso wie das Abschneiden der Reibflächen und/oder der Klebestelle, das mit einem Zerstören der Schachtel bzw. Rundumpappe gleichzusetzen ist.

Briefchen

Briefchen bzw. Heftchen werden ähnlich behandelt. Sie werden von den Hölzern oder Pappresten im Inneren befreit und natürlich ebenfalls nicht zerschnitten. Selten werden auch komplette Streichholzheftchen gesammelt.
Aufgeklebt werden Rundumpappen und Briefchen auf stärkerem Papier oder sogar auf Karton. Zum Befestigen haben sich Fotoecken bewährt. Tesafilm ist absolut verboten, da das im Laufe der Zeit durchschimmert.
Briefchen (aber auch einige – ganze wenige – Skiletts) sind zweiseitig bedruckt. Für die Buchzünder gibt es auf der Seite der Phillumenistischen Gesellschaft e.V. eine Anleitung zum Herrichten von Seiten, auf denen die Briefchen eingesteckt werden, so das man sowohl Außen- als auch Innenseite betrachten kann. Aber ähnlich wie bei ganzen Schachteln gibt es auch hier schnell ein Platzproblem.

Größe der Sammlung

Über den Umfang des Sammelns gibt es zwei Meinungen: Günther Koch, Taunusstein,  empfiehlt, erst einmal nur Material aus dem eigenen Heimatland zu sammeln, damit man nicht die Übersicht verliert. Hat man dann etwas an Über- und Einblick in die  Phillumenie gewonnen,  kann man dazu übergehen, Schachteln und/oder Briefchen   aus der ganzen Welt zu sammeln („Kleiner Wegweiser für Neulinge in der Phillumenie“ - ein Beilageblatt zur Verkaufsliste von G. Koch).
Ich persönlich halte die Vorgehensweise nach einer Idee von W.F. Kappes  für sinnvoller. Kappes empfiehlt es eben genau andersherum zu tun: erst alles  zu sammeln, was man bekommen kann. Und dann nach und nach Teile  wieder abzugeben, wenn die Sammlung an Umfang zunimmt. Durch diese Vorgehensweise hat man dann auch gleich einiges an Tauschmaterial gewonnen. (W.F. Kappes: das Zündholzetikett Seite 26)
Zusätzlich zum Sammeln nach Ländern gibt es auch noch Phillumenisten, die nach Motiven sammeln. Oder so wie ich es mache, beides zu kombinieren.
Als drittes bietet sich die Möglichkeit, nur ältere oder nur jüngere Schachteln in die eigene Kollektion aufzunehmen. Und natürlich kann man immer bestimmte Herstellungsarten ein- oder ausschließen.